Wenn wir morgens zur Schule laufen, rascheln schon die Herbstblätter um unsere Füße. Und so wehmütig ich dem Sommer such hinterher schaue, so sehr freue ich mich doch auf die kuscheligen Momente in der gemütlichen Jahreszeit. Bei mir gehört immer eine Tasse heiße Schokolade dazu – selbst gemachte Herbstdeko und niedliche Tassenuntersetzer! Und all das kommt in den Herbstblättern aus Stoff zusammen.
Vielleicht erinnert Ihr Euch, die Herbstblätter-Vorlage habe ich vor langer Zeit im ARD Buffet vorgestellt. Den Beitrag zur Sendung kannst Du [HIER klicken] anschauen. Die ersten Herbstblätter baumelten damals als Dekoration an einer herbstlichen Girlande. Nachdem ich sie nun ein paar Mal genäht habe, finden sie hier aber auch als hübsche Mug Rugs Einsatz.
Egal, wie Ihr die Blätter verwenden wollt, genäht werden sie immer gleich. Sie sind super einfach nachzumachen und auch ein tolles Projekt, wenn Ihr noch nicht so viel Erfahrung an der Nähmaschine habt.
Wie die Herbstblätter genäht werden, zeigt die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Weiter unten im Beitrag findet Ihr außerdem eine Videoanleitung zu den Blättern aus Stoff.
Für die Herbstblätter braucht Ihr:
- Webware, z. Bsp. Leinenstoffe
- dünnes Volumenvlies
- kurzes Stück Kordel oder Juteband
- passendes Nähgarn, z. Bsp.: Seralon
- Universalnähnadel, Stärke 80
Die Blätter-Schablonen als Download:
Herbstblätter nähen:
Schritt 1 – Blätter vorbereiten:
Als Erstes legst Du den Stoff doppelt (er muss etwas größer sein als die jeweilige Blattvorlage), so dass die rechte Stoffseite innenliegt. Unter den Stoff kommt eine Lage Volumenvlies. Auf dieses Päckchen legst Du die jeweilige Papierschablone und steckst sie fest. Anzeichnen brauchst Du nichts, das ganze Paket kommt, wie es ist unter die Nähmaschine.
Schritt 2 – Herbstblätter nähen:
Nutze die Papierschablone gleich als Führung für die Nadel. Einerseits stabilisiert das Papier den Stoff (das hilft besonders bei sehr dünnen Stoffen, die manchmal von der Nähmaschine “gefressen” werden), andererseits sparst Du mühsames Anschneiden.
Wichtig: Lass unbedingt eine Öffnung in der Naht, durch die Du das Blatt später wenden kannst.
Schritt 3 – Naht fertigstellen:
So sehen die genähten Konturen dann aus. Zum Nähen nutze ich übrigens den normalen Geradstich mit einer Stichlänge zwischen 2,4 und 3.
- Mein Tipp zum Nähen von Rundungen: Für die Rundungen stoppe ich die Maschine so, dass die Nadel im Stoff stehenbleibt. Dann hebe ich das Füßchen, drehe den Stoff ein bisschen weiter, senke das Füßchen wieder und nähe weiter. So komme ich Stück für Stück um jede Kurve.
Schritt 4 – Blätter ausschneiden:
Jetzt kannst Du die Nahtzugaben knappkantig zurückschneiden. Zusätzlich solltest Du auch die Zugabe an den Rundungen mit kleinen Schnitten bis an die Naht einschneiden. So verhinderst Du, dass die Naht später knubbelig wird.
Schritt 5 – Aufhängung anbringen:
Wende die Blätter durch die Öffnung und forme ihre Kontur sorgfältig aus. Das geht mit einem Stäbchen am besten. Sollen Deine Herbstblätter eine Kordel als Aufhängung bekommen, kannst Du eine Kordel verknoten und in die Öffnung schieben, wie auf dem Bild zu sehen. Danach legst Du die Nahtzugaben an der Öffnung nach innen (Tipp: Wenn Du die Öffnung bügelst, fixiert das den Stoff etwas besser).
Schritt 6 – Absteppen:
Jetzt kannst Du die Blattadern aufnähen. Wenn Du dabei unten an der Öffnung beginnst, wird gleichzeitig die Öffnung geschlossen und die Schlaufe sicher eingenäht. Ausgehend von der unteren Kante verläuft dann die Naht der natürlichen Linie der Blattadern folgend. Dafür stoppe ich die Maschine an der Blattspitze, lasse ich die Nadel im Stoff stehen, hebe das Füßchen, drehe den Stoff, senke das Füßchen wieder und folge der Nahtlinie zurück. Im Video siehst Du den Prozess noch einmal im Detail. Auf diese Weise kann ich die Blattadern in einem Rutsch nähen, ohne die Naht setzen zu müssen.
Schritt 7 – Dekorieren:
Die Blätter sind super vielseitig. Gemeinsam mit ein paar DIY Pilzen, Eicheln und Äpfeln sehen sie als Girlande hübsch aus. Und wenn vom Nähen noch ein paar Stoffreste übrig geblieben sind, lassen sich daraus noch passende Kürbisse aus Stoffstreifen basteln.
Dazu passen …
Herbstliche Knöpfe
Die Löcher in den Motivknöpfen sind so angeordnet, dass sie beim Annähen herbstliche Motive ergeben. Fuchs, Blatt und Pilz passen perfekt zu den Herbstblättern und machen aus ihnen ganz besondere Lieblingsstücke.
Herbstdekoration selber machen






Die kleinen Blätter sind so schnell genäht, dass Ihr sämtliche Stoffreste dafür verwenden könnt. Die unterschiedlichen Strukturen geben den Blättern jedes Mal einen anderen Look. Ob Musselin, Popeline mit kleinen Mustern, Jaqcuard oder Leinenstoffe – alles ist erlaubt.
Besonders niedlich finde ich es, wenn die Blätter noch kleine Manschetten mit Motivknöpfen wie Blatt, Fuchs oder Pilz bekommen. Ein kleines Set von ihnen ergibt ein hübsches Mitbringsel als kleines Geschenk, wenn Ihr zum Kaffeeplausch eingeladen seid.
Falls Dich der Herbst nicht mehr loslässt, speichere Dir unbedingt auch die “kostenlose Applikationsvorlage Herbstliebe”. Denn schließlich ist der Herbst der Frühling des Winters, nicht wahr?!
Viel Freude beim Nähen und Herbstgenießen wünscht
Franziska
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